Furchenwale auf Teneriffa
Die großen Bartenwale, die hier auf dem Zug vorbeikommen. Meist sieht man einen Rücken, eine kleine Finne — und dann nichts mehr.
Was ein Furchenwal ist
Furchenwale sind die Gruppe der Bartenwale mit gefalteter Kehle, die sich beim Fressen weitet: Finnwal, Seiwal, Brydewal, Zwergwal und der Blauwal gehören dazu. Sie filtern kleine Fische und Plankton, statt einzelne Beute zu jagen — deshalb fressen sie nahe der Oberfläche, und deshalb sehen Sie manchmal Seevögel über derselben Wasserfläche arbeiten.

Warum wir hier keine Art nennen
Einen Furchenwal auf See vom anderen zu unterscheiden verlangt einen guten Blick auf Kopfform, Lage und Profil der Rückenfinne und den Rhythmus des Auftauchens. Vom Boot aus, mit dem Tier für wenige Sekunden sichtbar, reicht das oft nicht. Wir schreiben lieber "Furchenwal" und überlassen der Biologin an Bord die genaue Bestimmung, wenn sie genug gesehen hat, als einen Namen zu drucken, der falsch sein könnte.

Wann sie durchziehen
Vor allem von März bis Juni, auf dem Weg nach Norden durch den Atlantik. Sie sind nicht standorttreu, und man kann nicht mit ihnen rechnen: Sie sind die Sichtung, die eine Fahrt besonders macht — nicht die, wegen der man bucht.
Häufige Fragen
Welche Furchenwale sind auf den Kanaren nachgewiesen?
Mehrere, darunter Finnwal, Seiwal, Brydewal und Zwergwal, in seltenen Fällen auch der Blauwal.
Sind sie durch Boote gefährdet?
Schiffskollisionen sind eine dokumentierte Todesursache für Großwale in diesen Gewässern — einer der Gründe, warum es Geschwindigkeits- und Annäherungsregeln gibt.
Wie groß werden sie?
Neun bis fünfzehn Meter bei den hier häufigeren Arten. Damit sind sie mit Abstand die größten Tiere, die Sie auf einer normalen Fahrt sehen.
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So sieht ein durchziehender Bartenwal vom Boot aus meist aus: ein Rücken, eine kleine Finne, dann nichts.
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